Collection: Crede Family Papers
Author:
Recipient: Hermann Carl Crede
Description: Letter from Heinrich Carl and Clothilde Crede to their son Hermann Crede, June 27, 1858.
Original text
[roman:] Cassel [/roman] [?] am [/?] 27t. Juni 1858.
Mein lieber Hermann [illegible]
Obgleich Dein Schreiben vom [illegible] [roman:] Mai [/roman] d. J., welches wir erst am [underline:] 23te d. M. [/underline] erhielten, nicht überall erfreulichen Inhalts war, hat es uns doch sehr beruhigt, daraus zu entnehmen, daß Du gegenwärtig gesund bist und es Dir gut geht -. Deinen gehabten Unfall bei dem Brückenbau bedauern wir sehr und danken Gott, daß Du keine schwere Verletzung bei dieser Gelegenheit davon getragen hast, was doch gar zu leicht möglich gewesen wäre. Du schreibst, daß Du vier Wochen arbeitsunfähig gewesen, aber nicht die Art u. Weise Deiner Verletzung, wir geben uns der Hoffnung hin, daß solche keinen bleibenden Nachtheil für Deinen Körper gehabt hat, worüber Du uns in Deinem nächsten Briefe Mittheilung machen wirst, auch darüber, wie es Dir während Deiner Krankheit gegangen hat, wo Du Dich aufhieltest, wer Deine Verpflegung besorgte u. wie [illegible, 4 words] Du am Brückenbau arbeitest, haben wir viel Sorgen um Dich gehabt, daß Dich ein Unglück betreffen könnte — u. wie wir nun sehen, ist unsere Sorge leider nicht unbegründet gewesen. Wir sind deshalb recht froh, daß Du diese Arbeit verlassen hast u. bitten Dich recht herzlich, bei allen Deinen Unternehmungen ja stets Deine Gesundheit zu berücksichtigen und solche stets als das höchste Erdengut zu betrachten. — Die Art u. Weise Deines Abgangs von Deiner Großmutter hat nicht allein unser innigstes Bedauern erregt, sondern uns auch mit Erstaunen erfüllt, wir waren weit entfernt, uns die Verhältnisse so vorzustellen, wie sie sich in Wirklichkeit gestaltet haben und ist es ein Glück für Dich u. für uns, daß Du Dich selbständig in rechtschaffener Weise ernähren kannst u. zu netten Leuten gekommen bist , die sich Deiner [illegible] u. das Bestreben ihnen zu nützen, nicht mit schnödem Undank belohnen werden — Dein Verfahren in dem sehr unnobeln Verhältnissen [illegible 3 words] — Indeß sei stets
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vorsichtig in allen Deinen Unternehmungen, prüfe Alles recht reiflich [underline:] ehe Du handelst [/underline] u. bilde Dir dadurch [illegible, 2 words], was Deine Handlungen für wahrscheinliche Folgen haben [illegibel 2 words] nur zu oft thut der Mensch bei Uebereilung Schritte, die für seine ganze Lebenszeit entscheidend sein können u. die nachhaltigsten Folgen mit sich führen; deshalb mein lieber [roman>] Hermann [/roman] beherzige dieses u. höre namentlich auf den wohlmeinenden Rath erfahrener Leute, von denen Du die Ueberzeugung gewonnen hast, daß sie es gut mit Dir meinen. Wenn man noch jung ist, denkt man in der Regel von fast allen Menschen nur Gutes, wird aber oft bitter getäuscht, solche Erfahrungen muß man gut zu nutzen wissen u. namentlich nur solchen Menschen Vertrauen schenken, von denen man [underline:] möglichst [/underline] überzeugt ist, daß sie dessen würdig sind, und dennoch irrt man sich oft in den Menschen, wo dicker Firniß die wahre Farbe deckt. Die wenigsten Menschen sind gegen [illegible, 5 words] ihr Interesse fördern und ihrem Egoismus u. Eigennutz fröhnen — hört dieser auf und denken wir — was doch unumgänglich nötig ist — an unser eigenes Wohl, so kehren sie oft die rauhe Seite heraus u. lassen uns erstaunt in der Tinte sitzen. Nur bei edlen Seelen kann man auf Liebe u. Dankbarkeit rechnen, der gemeine, rohe Mensch ist und bleibt in Allem gemein—! Trotz Deiner Jugend hast Du schon Erfahrung in diesem Felde gemacht, nütze solche für die Folge u. sie wird von Vortheil für Dich sein. — Wie ich aus Deinem Schreiben ersehe, gehst Du mein lieber [roman:] Hermann [/roman] damit um, Dir demnächst eine kleine Farm zu kaufen, indeß ist es sehr vernünftig von Dir, daß Du noch so lange warten willst, bis es Dir Deine Mittel gestatten, Dein Vorhaben auszuführen [?] als [/?] mit Schulden zu beginnen; denn es gibt am Ende nichts traurigeres in der Welt, als von Kapitalisten abhängig zu sein u. sich durch [illegible] Jahre hindurch quälen zu
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müssen, die Kapitalzinsen aufzubringen u. dabei kärglich zu leben. Wie sehr mein guter [roman:] Hermann [/roman] bedaure ich bei dieser Gelegenheit, daß [underline:] ich nicht vermögend bin, [/underline] lediglich um mein Glück in Dein Glück meiner Kindern fördern zu können. Wie gern würde ich Dir kräftig unter die [underline:] Arme treten! Du kennst [/underline] meine finanziellen Verhältnisse und weißt, daß mich das Glück trotz meines langjährigen redlichen Strebens — in meinem dienstlichen Fortkommen gar arg misshandelt hat und ich nur durch energische Ausdauer im Stande war, mir durch Privatarbeiten ein kleines Vermögen zu erwerben, von dem ich leider bei meinem Einkommen von 400rtl jährlich, die Zinsen zu setzen muß, da sich schon seit Jahren keine Gelegenheit für mich mehr bietet, etwas Erhebliches durch Privatarbeiten zu verdienen. — Abgesehen von Allem mein lieber Sohn, wünsche ich Dir bei Deinem Vorhaben von ganzem Herzen zu dienen, da ich die Ueberzeugung hege, daß Du bei demselben [illegible, 2 words] hier recht vorsichtig zu Werke gehen wirst, jedoch [illegible] ich leider nicht viel u. bei [underline:] Weitem [/underline] nicht so viel thun, wie ich so gerne möchte. Kann Dir bei Deinem beabsichtigten Ankauf einer kleinen Farm ein Zuschuss von 100 Dollar so weiternützen, daß Du dann ohne Schulden anfangen und Alles was dazu nöthig ist, anschaffen kannst, so steht dieser Betrag jederzeit zu Deiner Verfügung und willst Du mir nur ein Banquierhaus in St. Louis bezeichnen, an das ich durch die Gebrüder Pfeiffer dahier einen derfallsigen Wechsel senden lassen kann— . Es freut mich außerordentlich, daß Du den Muth hast, Dich selbständig machen zu wollen—, jedoch wirst Du vernünftigerweise zuvor alle Deine Verhältnisse recht scharf in das Auge fassen u. [?] ernstlich [/?] überlegen und dann ermessen ob Du Dir wohlthust. Namentlich soll / wie man für allgemein sagt / bei Dein Erwerb von [illegible, 4 words] die äußerste Vorsicht nöthig sein, und dem Falle [illegibe, 4 words] in dem Besitz nicht
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nicht gestört zu werden. Eine solche Besorgniß zu beseitigen, dürfte es meiner Ansicht nach hauptsächlich darauf ankommen, daß man nur von solchen Leuten kauft, die durchaus [illegible] [underline:] rechtmäßigen Besitze [/underline] sind und keinerlei Grenzstreitigkeiten p. p. obwalten, sollten ferner hypothekarische Schulden [underline:] oder sonstige Lasten [underline] auf dem Grundbesitze haften, so darf das Kaufgeld nur gegen [underline:] sofortige [/underline] Löschung [?] respv [/?] Freigabe von Seiten der [underline:] Pfandberechtigten [/underline] und namentlich nur an [underline:] diese [/underline] gezahlt werden; dann würde man ohne gleichzeitige Löschung des Pfandrechts das Kaufgeld an den [underline:] Verkäufer [/underline] zahlen, u. [underline:] diesen [/underline] die bestehende Pfandschuld [underline:] nicht [/underline] abtragen, so würde man der Gefahr ausgesetzt sein, doppelte Zahlung leisten zu müssen, da sich der Pfandberechtigte wegen seiner Befriedigung lediglich an die [underline:] verpfändeten Grundstücke [/underline] hält, da diese und [illegibel] der Schuldner ihre Sicherheit gewähren müssen — diese sind [illegible, 3 words] hier zu Recht gelten, wie er bei Euch ist, weiß ich [?] nicht [/?], doch möchte ich wohl annehmen, daß solche in ähnlicher Weise auch dort bestehen. — Was weiter bei dem Ankauf einer Farm in Beziehung auf Lage, Boden, Klima, Wasser, Holz, Absatz der Landesprodukte, erforderliche Arbeitskräfte p. p. p. in Betracht kommt, wirst Du jedenfalls nach den dortigen Verhältnissen besser erwägen können als ich dies hier im Stande bin; dennoch aber wünsche ich sehr, daß Dir der Rath eines unbescholtenen, rechtschaffenen u. unpartheiischen Mannes bei der demnächstigen Ausführung Deines Planes zur Seite stehen möchte. Ist denn solcher ausgeführt, dann wird sich diesem wohl bald der weitere Plan anreihen, eine Lebensgefährtin und Gehülfin zu suchen. Eine solche zu finden, dürfte am Ende wohl keine große Schwierigkeit haben, aber gut zu wählen [illegible, 3 words] Glück zu erreichen, dürfte
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am Ende recht schwierig fallen! Schiller sagt so schön u. wahr in seinem Lied von der Glocke „[roman:] Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet, der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang [/roman].‟ — Wie beherzig u. gewahrth sind diese Worte u. wie vieles Unglück würde nicht in der Welt existieren, wenn solche stets von den Menschen beherzigt worden wären — . Wenn nun zwar in der Poesie die gegenseitigen Liebe zweier junger Leuthen für sie genügt, so ist solches im praktischen Leben zwar ein recht großes Glück u. die erste Hauptbedingung, daß sich solche mit Liebe zu einander hingezogen fühlen, indeß wird ein glückliches Leben durch noch manches Weitere bedingt, wozu namentlich gehört, daß man nicht mit Nahrungssorgen in den Ehestand tritt, auch solche nicht durch die äußeren Verhältnisse in Aussicht gestellt werden. Die Eigenschaften, die bei einer künftigen Lebensgefährtin wünschenswerth erscheinen, wird Dir Dein gesunder Verstand sagen, namentlich soll sie tugendhaft [illegible, 3 words] unbescholtenen Rufe u. einer guten Gesundheit erfreuen, hat dieselbe außerdem etwas, Vermögen, so gibt dies keine Hinderniß in der Sache und kann nur erwünscht sein; denn das Leben erfordert etwas, und es ist unzweifelhaft sehr drückend, wenn der Zuschnitt von vornherein zu knapp ist — . Ich schreibe Dir so viel über ein Verhältniß, was Dir mein lieber [roman:] Hermann [/roman] bei Deiner Jugend wohl noch nicht in den Sinn kommt, jedoch wird es nichts schaden, Dich jetzt schon auf Manches aufmerksam zu machen, was Dir wenn auch erst später dienlich sein kann. — Nun zu Etwas Anderem! Kaum hatte ich gedacht, daß die dortige Geldkrise auch auf Deine Kasse einen ungünstigen Einfluß geübt haben sollte, muß es aber um so mehr bedauern, daß solches der Fall gewesen, da Du das verlorene Geld sicher recht sauer verdienen mußtest [illegible, 2 words] ja [underline*2:] recht vorsichtig [/underline*2], sowohl mit der Aufbewahrung als [illegible] Anlegung Deines Geldes und
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und verleihe namentlich keine ohne [underline:] vollkommen genügende [/underline] Sicherheit dafür zu haben; [illegible] Du hast nun schon die betrübende Erfahrung gemacht, daß ein Kapitälchen weit schneller verloren als erworben ist. Wenn man auch sprichwörtlich sagt, „Geld macht nicht glücklich‟, so kann es uns indeß [illegible] schrecklich elend machen, wenn wir zur Zeit der Noth ohne Mittel und hülflos da stehen. — Du warst stets ein guter Haushalter ud. brauche ich Dir daher ein weiter Sparsystem nicht zu empfehlen. Deine Schreiben von vergangenem Sommer, dessen Du in Deinem jetzigen Briefe erwähnst, ist [underline:] nicht [/underline] zu unseren Händen gelangt und datirt sich Dein vorletzter Brief vom [underline:] 31t. Januar [underline *2:] 1856—, [/underline] [/underline *2] Du kannst Dir also leicht denken, wie sehr wir deinetwegen in Sorge waren. Ich rathe Dir wo stets dient uns zu schreiben, doch Deine Briefe nicht durch Einlagen dritter besorgen zu lassen — und durch sich [illegible] Gelegenheit zur Post zu befördern. [roman:] Carls [/roman] jetziger Aufenthaltsort wird Dir die nächstgelegene Poststation sein, auch würde dieser Dein Briefe am sichersten besorgen. Sodann wirst Du mir eine [underline:] sichere bestimmte [/underline] Adresse an Dich aufschreiben, damit wir nicht genöthigt sind, unsere Briefe an Dich erst an Deine Großmutter zu schicken und solche somit früher in Deine Hände kommen. — Auch Dein jetziges Schreiben was Du der Adresse u. dem Poststempel nach an [roman] Albert Harnickel [/roman] in Neuwark geschickt hast, ist [underline:] 54 Tage [/underline] unterwegs gewesen, während Carls letzter Brief nur [underline:] 21 Tage [/underline] gelaufen hat. Müßt Ihr Eure Briefe bei den betreffenden Poststationen abholen? oder wie ist die Einrichtung sonst? Nur wenige Tage vor Ankunft Deines Briefes habe ich Carls Brief beantwortet und einige [illegible 2 words] Großmutter, dich u. Wilhelm eingelegt, [underline:] jene [/underline] Briefe werden uns wohl gleichzeitig mit [underline:] diesem [/underline]
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ankommen, indeß könnte ich Dich doch nicht so lange bis auf jene Briefe Rückantwort von dort habe, warten lassen, indem sich dies zu weit hinaus gezogen haben würde u. ich überzeugt bin, daß Du Dich sicher freuen wirst, umgehend Nachricht von uns zu erhalten. Im Uebrigen verweise ich Dich auf [roman:] Carls [/roman] Brief, der Dir von ihm mitgetheilt werden wird. — In diesem nächsten Brief wirst Du nun etwas Näheres über Deine Hausgenossen p. mittheilen, Du erwähnst deren nur beiläufig —. Recht herzlich haben wir uns gefreut, aus Deinem Briefe zu entnehmen, daß [roman:] Carl [/roman] ein braver Junge ist, tüchtig arbeitet u. Freude an seinem Geschäfte hat, Du schreibst er habe sich sehr verändert—, jedoch nicht in welcher Weise, ich hoffe in vortheilhafter? Wie C. uns schreibt, ist sein Meister mit ihm zufrieden u. erfreut er sich dessen Vertrauen, nur hat er auch versäumt, uns nähere Mittheilung über seine Hausgenossen p. zu machen; wir wünschten nur gern ein Bild von Eurer ganzen Umgebung zu machen u. müßt Ihr dieses in Euren Mittheilungen nicht [illegible, 2 words]. Nimm Dich ja der guten Jungen recht brüderlich an lieber Hermann. Es kann uns ja nichts mehr freuen, als zu hören, daß es Euch wohl geht und in recht brüderlicher Eintracht zusammen lebt._ [underline:] Einer für Alle und Alle für Einen! [/underline] [roman:] Wilhelm [/roman] scheint Unternehmungsgeist zu haben, wenn er nur dabei auch mit der so sehr nötigen Vorsicht zu Werke geht und das Erwerben zu Rathe hält, damit er sich eine sorgenfreie Existenz in der Zukunft zu beschaffen im Stande ist. Wenn Ihr sämmtlich treu u. fest zusammen haltet, fleißig u. sparsam seid, dann dürfen wir uns der frohen Hoffnung hingeben, daß das Ziel unserer Wiedervereinigung nicht mehr so fern sein wird—. Könnte ich hier erst Pension erhalten, so würde solche ein erfreulicher Zuschuss zu unserer künftigen Existenz sein. Ich hatte nur Vieles weit - weit Anders gedacht —, doch der Mensch denkt und Gott lenkt. — Seid nur guten Muthes u. vertrauet fest auf Ihn und die Zukunft! Dein letzter Brief hat uns über Deine Person sehr beruhigt, aber lieber Hermann laß uns ja nicht wieder so lange
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ohne Nachrichten. Auch bitte ich Dich dringend, alsbald nach Empfang dieses Briefes einige Worte des Throstes u. der Be[illegible]hegung an Deine Großmutter u. Tante [roman:] Louise [/roman] in Kauffungen — die Deiner stets mit so großer Liebe gedenken —, zu schreiben. Deine arme Großmutter ist seit Jahren nun schon so elend, daß man es unbegreiflich findet, wie sie so lange noch ihr Leben gefristet hat, erfülle meine Bitte und erfreue sie bald mit einem Briefe, ich hoffe, daß solcher sie wohl noch am Leben trifft und bin ich fest überzeugt, daß dies ihre letzten Augenblicke noch erheitern würde —! Wiederholt mein lieber [roman:] Hermann [/roman] bitte ich Euch Gebrüder zusammen, so bald Ihr es ausführen könnt, uns [underline:] ein [/underline] Degurrativbild von Euren Persönlichkeiten zukommen zu lassen, lasset es aber bei einem tüchtigen Meister der Kunst machen und verwahret es gut, daß es auf der Reise keinen Schaden leiden kann. — Ihr würdet uns Allen eine unendliche Freude bereiten! _ Am Schlusse Deines Briefes bemerkst Du, daß Du baldigst wieder schreiben u. Dir über Einiges meinen Rath einholen wolltest, [?] halte [/?] mein lieber Junge und ich werde Dir dann umgehend rathen, wie ein braver Vater nur immerhin einem guten Sohne rathen kann. Schließlich empfange unser Aller herzlichsten Grüße u. bitten wir täglich den Allgütigen, daß er Euch sämmtlich unter seinen besonderen Schutz nehmen möge. — Lebe recht wohl, mein lieber [roman:] Hermann [/roman], bleib gut und behalte lieb Dein treue Eltern und Geschwister
Dein Dich herzlich liebender Vater
Credé.
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Auch ich mein lieber bester Hermann! sage Dir mein herzlichen Dank für Dein lieb Brief aber laß nur ja nicht wieder so lange auf ein warten, schreib gleich wieder wie Du Dich jetzt befindest doch wie Du und Dein Leyhend wahr walich Du bei dem Sturze erhalt hast, ob sie Dich jetz nich mehr schadet, und nim Dich ja [illegible] in acht das Du Deine gerade Glieder behälst. Lebe recht wohl mein lieber gut Sohn und denk recht [illegible] an Dein Dich liebende Mutter
Clothild.
Von Deiner Großmutter u. Tante [roman:] Louise [/roman] herzliche Grüße nebst den besten Wünschen für Dein Wohlergeben.
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