Amsterdam den 10 Mai 1865
Lieber Bruder Friederig!
Deine Briefe habe ich wohl erhalten, es war mir bis hierzu, nicht möglich mein Versprechen nach zu kommen. Ich sende Dir hiermit 30 Gulden es ist mir nicht möglich mehr zu senden, ich habe seit mein Versprechen übele Widerwärtigkeiten, -
Warum das? will ich mich fragen. - Hoffende daß Du mit Deiner Frau u Kindern in Amerika ein ehrliches Brodt machst haben; u wenn Du kannst mir einmal Nachricht zu geben, wo Du ange- langst bis, wird mir Freude machen. - Wir stehen in Göttes Händen, mögten wir doch Alle seinen Willen lieb haben. -
Dein
Bruder
Joh. S Stranckmeyer
Du mußt mit ein paar Zeilen zurück schreiben, daß Du die 30 Gulden empfangen hast, u mit welchen Schiffe Ihr die Reise mach[---]
Lieber Bruder ich kann nicht mehr senden als Dreizich Gulden ich bin selbst in Noth. -