Collection: Crede Family Papers
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Description: Letter to Hermann Crede from his parents, Heinrich Carl Crede and Clotilde Crede, April 25, 1861. The letter concludes with brief greetings from his sisters.
Original text
[roman:] Hessen Cassel [/roman] am [roman:] 25t. April 1861. [/roman]
Mein lieber [roman:] Hermann! [/roman] Mein Antwortschreiben vom [roman:] 3. März [/roman] d. J. auf Deinen lieben Brief vom 1. Dezember v. J. wirst Du hoffentlich erhalten haben, doch kann ich nicht umhin, da ich an Deine Brüder schreibe, auch Dir einige Zeilen zukommen zu lassen.- Den Brief an [roman:] W & C [/roman] sende ich Dir offen, nimm Notiz vom dem Inhalt und schreibe mir recht bald Deine Ansicht über [roman:] Wilhelms [/roman] Unternehmen.- Du wirst doch, da Dir Deine Brüder jetzt so nahe sind, dieselben zuweilen besuchen und mir daher ausführlich darüber Mittheilung machen können. Sollten sie bei ihrem Geschäft des Geldes dringend bedürfen und Du könntest ihnen [underline:] vorläufig [/underline] dienen, so wäre mir dies lieb-, sobald ich dann Nachricht erhalte, werde ich für Ausstellung eines Wechsels - oder wie sonst - auf [roman:] St. Louis [/roman] sorgen, wo Du Dir dann einen etwa geleisteten Vorschuß wieder entnehmen würdest-. Ich kann ihnen nicht viel geben, doch wünsche ich nicht, daß wenn das projectirte Geschäft zu Stande kommt, daß sie gleich mit drückenden Schulden anfangen müßten.- Wie geht es Dir und Deiner lieben [roman:] Marie [/roman] und was macht mein kleiner Pathe? Wie gehts mit Großvatters Gesundheit-. Ich hoffe, daß Du meinen letzten Brief recht bald ausführlich beantworten wirst.- Eure dortigen Verhältnisse, die in unseren Zeitungen sehr kriegerisch geschildert werden, machen uns sehr um Euch besorgt, deshalb thue uns die Liebe und schreibe uns umgehend.- Etwas Erhebliches hat sich seit meinem letzten Briefe nicht zugetragen, weshalb ich mich jetzt so kurz fasse. Tante [roman:] Louise [/roman] ist seit einigen Monaten in [roman:] Merbach [/roman] bei Verwandten Tante [roman:] Gundelach [/roman] in [roman:] Helsa [/roman] liegt lebensgefährlich krank an Lungenentzündung-. Wir Alle befinden uns wohl, hoffen bald [underline:] recht bald [/underline] ein Gleiches von Euch zu hören und grüßen auf das Herzlichste. Mit Liebe Dein treuer Vater Cr.
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Einen schönen guten Morgen mein lieber Hermann! Wie geht es bei Euch Ihr Lieben ich hoffe gut, Schreibe uns doch ja gleich wieder ob Ihr auch von den dortigen Kriegs Uhnruhen zu leiden habt, ob Dein Brüder amende auch mit ins Feld ziehen müssen, Du brauchst doch nicht mit? ich mache mir Eurred wege viel Sorgen
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ach wenn wir doch nur immer wüsten wie es Euch geht was mach es Deiner lieben Marie so sauer werden um Ihren Haushalt in Ordnung zu halten wen ich Ihr immer helfen könte den ich habe jetzt sehr wehnig zu thun da Minna u Angeline abwecklend[1] die Küche besorgen, Minna ist jetzt Leiden u darf nicht viel setzen sonst würde sie jetzt das Schneidern lernen. - Grüß u. Küß mir Dein liebe Marie den kleinen Carl u. den Großvater von Dein Dich liebende Mutter Clothilde.
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Die herzlichsten Grüße und besten Wünsche für Euer Wohlergehen von Euren Schwestern. [underline:] Minna [/underline].- [underline:] Angeline [/underline].- [underline:] Therese [/underline]. - [underline:] Adelheid. [/underline]
Schreib ja recht bald lieber [roman:] Hermann [/roman] und recht ausführlich! Cr.
Den Brief an [roman:] Wilhelm & Carl [/roman] couvertire und laß ihnen solchen möglichst bald zukommen. Cr.
Footnotes
- ^ "abwecklend" = "abwechselnd"
Letter metadata


