Collection: Crede Family Papers
Author: Clothilde Schröder (Crede)
Recipient: Hermann Carl Crede
Description: Letter from Clothilde Crede to her son, Hermann Crede, August 26, 1878.
Original text
[roman:] Cassel [/roman] am [roman:] 26t. August 1878. [/roman]
Mein lieber [roman:] Hermann! [/roman]
Besten Dank für Deinen lieben Brief vom 20t. v. M. welchen wir am 15. d. die Freude hatten zu erhalten. Recht erfreulich war es uns daraus zu ersehen, daß es Euch Allen wohlgeht u. wünschen wir nichts sehnlicher, als daß dieses auch ferner der Fall sein möge!- Zu der Geburt eines weiteren Sohnes unsere besten Glückwünsche, möge er gut gedeihen u. Ihr viele Freude an ihm erleben!_ Der Name [roman:] Credé [/roman] wird hoffentlich sobald nicht aussterben, da nun bereits 9 Stammhalter vorhanden sind. Die Zahl unserer Enkel beläuft sich nunmehr auf 15 u. haben wir bei [roman:] Theresen [/roman] in [roman:] Straßburg [/roman] hiernächst Nr. 16 zu erwarten. [roman:] Therese [/roman] ist Ende v. M. mit ihrer Kleinen wieder nach Hause gereißt, wir haben öfters Nachricht von ihr u. es geht ihr gut._ Wir haben uns recht sehr gefreut, daß Du [roman:] Wilhelm [/roman] besucht und seine Verhältnisse so befriedigend gefunden hast, oft schon haben wir uns Sorge um ihn gemacht, da wir annahmen, daß er seine Last habe. Deine guten Nachrichten haben uns sehr beruhigt u. wünschen wir ihm ferner alles Glück zu seinen Unternehmungen._ Sofort
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[underline:] Sofort [/underline] nach Empfang Deines Briefes schrieb ich an Hr. [roman:] Bertels [/roman] um ihn wegen Mitnahme des Reißzeugs zu bitten, leider aber erhielt ich meinen Brief mit der Postbemerkung zurück, daß Addressat nach [roman:] America [/roman] abgereißt sei. Ich bedaure daher sehr, daß diese Gelegenheit versäumt worden ist u. um so mehr als ich Dir jenes Reißzeug so gern gegeben u. dasselbe im besten Stande ist. Ich werde mich indeß erkundigen, ob es verhältnißmäßig nicht zu theuer kommt, wenn ich solches zur Post gebe. Hr. [roman:] Bertels [/roman] hat seinen Aufenthalt hier sehr abgekürzt, die hiesigen Verhältnisse mögen ihm wohl nicht mehr zugesagt haben. Wir hatten darauf gerechnet, daß er uns vor seiner Abreise nochmals besuchen würde, um so mehr da er eine Rheinreise projectirte u. dann Cassel passiren mußte. Er wird nun hoffentlich längst dort wieder eingetroffen sein; unsere besten Grüße, wenn Du ihn siehst. Für die Glückwünsche zu meinem Geburtstage herzlich Dank. Es war der 67t. u. werde ich daran viele wohl nicht mehr zu erleben haben, obgleich ich noch ziemlig rüstig u. das Leiden in meinen Händen abgerechnet, auch gesund bin. Außerdem lebe ich in Verhältnissen die mir bei meinen bescheidenen Ansprüchen an das Leben
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habe bitte Ihn bestens von mir zu grüßen u es währ mir so leid gewesen das Er uns nicht noch mah besucht hätte. Er wahr ein recht munter Mann u hat uns allen so gut gefallen._ Therese ist nun schonn 6 Wochen wieder fort u ich werde so wie wier ausgezogen sind wieder nach Strasburg mache um sie wieder zu pflegen da sie anfang Now wieder in Wochen köm. ach ich wolte es währe son vorüber u dann wird Papa auch nach kommen u da werden wir vieleigt recht lange dort bleiben, wenn es nur Papa so dort gefallen würde das wir ganz bei Th: bleiben köntte den Er mach nicht lenger [illegible] stark sein so leid es uns um die herzige Kinder u Adelheit ist so muß es doch seien, u The würden auch durch uns ein hüpschen Zuschus zu Ihrem Haushalt haben u wehre doch in fremden Lande nicht so allein._ Nun mein lieber Hermann schreibe uns ja recht bald u so gutes werde u grüße Deine Marie, Karl John Willem Adolf Hermann u küsse besonders das klein Freugel in meinem Namen u auch Dir Du lieber eine herzhaften Küß von Deiner Euch alle so zehrtlig lieben Mutter der lieb Gott erhalt Euch alle gesund
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